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Weizen – Das volle Korn in die Getreidemühle

Weizen (Triticum aestivum)Getreidemühlen Auswahl

Weizen ist nach Mais die wichtigste Getreideart weltweit. Weizen wird in Deutschland hauptsächlich als Wintergetreide angebaut und als Futter- und Brotweizen verwendet. In Süddeutschland wächst auch Hartweizen, der speziell für die Nudelherstellung verwendet wird. Im Jahr 2015 wurden auf über 3,2 Mio. Hektar Weizen angebaut, was über 27 % der Ackerfläche in Deutschland entspricht.

Herkunft von Weizen

Der heutige Saatweizen enstammt einer Kreuzung mehrerer Getreide– und Wildgrasarten. Die ersten Weizenarten, die von Menschen angebaut wurden, waren Einkorn und Emmer. Ihr ursprüngliches Herkunftsgebiet ist der vordere Orient. Die ältesten Weizenfunde stammen aus der Zeit zwischen 7.800 und 5.200 v. Chr. Lange Zeit wurde weniger Weizen angebaut. Die Hauptgetreidearten waren Einkorn, Emmer und Gerste. Erst durch das im 11. Jahrhundert in Mode kommende Weißbrot wurde auch mehr Weizen angebaut. Heute ist Weizen die in Deutschland am häufigsten angebaute Getreideart und hat den größten Anteil der Getreideanbauflächen.

Merkmale von Weizen

Weizen ist nach Mais die weltweit wichtigste Getreideart. In vielen Ländern ist Weizen als Brotgetreide ein Grundnahrungsmittel und hat zudem eine große Bedeutung als Futtergetreide.

Weizen gehört zur Familie der Gräser (Poaceae). Er wird ca. 50 bis 100 cm hoch, der Halm ist rundlich. Von der Gesamterscheinung wirkt er dunkelgrün und die Ähre ist gedrungen.

Anbau von Weizen

Weizen stellt höhere Ansprüche als andere Getreidearten an Klima, Boden und Wasserversorgung. Winterweizen wird im Herbst ausgesät. Die Körner keimen schnell und entwickeln die ersten Blätter. Die kleinen Pflanzen bilden Nebensprosse aus und überwintern. Obwohl Weizen bis ca. –20° C frostresistent ist, wächst er am besten in einem gemäßigten Klima. Im Frühjahr setzt das Streckungswachstum ein und die Blätter entwickeln sich. Am Ende der Streckungsphase hat sich bereits eine vollständige Ähre mit Ährchen und Blüten entwickelt. Die Ähren schieben sich nach außen und mit der Blüte ist die Pflanzenentwicklung abgeschlossen. Nach der Befruchtung der Blüte des Weizens entwickeln sich die Körner. Pro Pflanze bilden sich 2 bis 3 Ähren tragende Halme aus – das entspricht etwa 350 bis 700 Halmen je Quadratmeter. In jeder Ähre bilden sich etwa 25 bis 40 Körner aus. Sie bestehen aus 60 % Stärke, 12 % Eiweiß, 2 % Fett und zu 13 % aus Wasser. Die Ernte erfolgt im Herbst und hat in Deutschland einen Durchschnittsertrag zwischen 60 und 70 Tonnen pro Hektar. Auch Spitzenwerte mit Erträgen von über 110 Tonnen Weizen pro Hektar sind möglich. Weil der Winterweizen liefert höhere Erträge, als andere Getreidearten. Sommerweizen sät man im Frühjahr aus. Seine Erträge liegen aber deutlich unter denen von Winterweizen. Das Stroh bleibt als Dünger auf dem Feld oder wird als Einstreu für Tiere verwendet.

 

Nutzung von Weizen

So kann man Weizen auch verwenden.

Weizen spielt weltweit als Futter- und Nahrungsmittel eine entscheidende Rolle. Für die menschliche Ernährung ist Weizen neben Reis und Mais die wichtigste Getreideart. Weichweizen wird in erster Linie für die Herstellung von Backwaren verwendet. Die Qualität des Mehles wird durch den Ausmahlungsgrad bestimmt, der durch den Ascheanteil im Mehl angegeben wird. Mehl des Typs 405 enthält beispeise 0,405 % Asche. Je niedriger die Zahl des Mehltyps (Link zu Mehltype) ist, desto heller ist das Mehl. Beim konventionellen Mahlen werden der Keimling und Teile der Schalen vom Nährgewebe getrennt. Benutzt wird für Mehl des Types 405 nur der Mehlkörper. Je mehr von den äußeren Kornschichten erhalten bleiben, desto höher liegt Mehrwert an natürlichen Stoffen. Weizen wird auch weiterverarbeitete zu Grieß, Weizenbier, Grütze, Graupen, Branntwein (Korn), Weizenkeimöl oder Stärke. Die gewonnene Stärke wird nicht nur in der Ernährung verwendet, sondern auch in vielen Bereichen der Industrie z.B. für die Papier- oder Kleisterherstellung oder für die Produktion von Kosmetika. Will man Nudeln herstellen, ist Hartweizen (Triticum durum) besonders gut geeignet. Weil diese Sorte „die Wärme liebt“, wird Hartweizen zumeist im Mittelmeerraum angebaut.

Nur etwa ein Drittel des in Deutschland hergestellten Weizens wird zu Nahrungsmittel verarbeitet. Rund die Hälfte wird als Futtermitttel verbraucht und der Rest wird in der Industrie verwendet. Weizen als Energieträger zum Heizen spielt nur eine sehr geringe Rolle.

 

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