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Hafer – Frisch aus der Flockenquetsche doppelt lecker

Hafer

Hafer ist eine Getreideart, deren Körner im Gegensatz zu Weizen, Roggen und Gerste nicht an Ähren, sondern an Rispen wachsen. Die kultivierte Form des Hafers ist vermutlich aus dem auch heute noch vorkommenden Flughafer gezüchtet worden. Hafer diente zunächst als Viehfutter, besonders für Pferde. Heute ist Hafer auch eine wichtige Getreideart für die menschliche Ernährung, weil Haferkörner besonders viel Eiweiß und Fett, dazu Kohlenhydrate und Ballaststoffe enthalten. Hafer wird ausschließlich als Sommergetreide angebaut.

Herkunft von Hafer

Hafer wurde bereits ca. 5.000 v. Chr. in Polen und der nördlichen Schwarzmeerregion genutzt. Vor etwa vor 4.000 Jahren bauten Kelten und Germanen Hafer an. Das beweisen Ausgrabungen aus Schweizer Pfahlbauten der Bronzezeit. In Mittel- und Osteuropa war Hafer bis zur Einführung der Kartoffel eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Es kam nahezu täglich als Haferbrei auf den Tisch. Und auch die Heilwirkungen des Hafers wurden schon früh geschätzt. So empfahl im 12. Jahrhundert die heilkundige Äbtissin Hildegard von Bingen Haferspeisen für „einen heiteren Geist, reinen und hellen Verstand“ und darüber hinaus „bei Schwächezuständen und als Diätetikum bei Ernährungsstörungen“. Bis ins 18. Jahrhundert war Hafer in diesen Regionen ein Hauptnahrungsmittel, das dann jedoch von neuen Nutzpflanzen, wie z.B. der Kartoffel, verdrängt wurde. Hafer ist ein Sommergetreide, das im Frühjahr ausgesät und im Juli/August geerntet wird

Merkmale von Hafer

Hafer wird einjährig angebaut und wächst bis zu einer Höhe von 60 bis 150 cm. Hafer unterscheidet sich von unseren anderen Getreidearten durch die Form des Fruchtstandes, der sich als Rispe und nicht als Ähre ausbildet

Hafer getreidemühlen

Anbau von Hafer

Hafer lässt sich auf den Feldern sehr gut von anderen Getreidesorten unterscheiden. Die Körner des Hafers (lat. Avena sativa) wachsen nicht in einer Ähre, sondern in einer Rispe. Diese Rispen umschließen das Korn und haben eine glockenähnliche Form. Sie neigen sich im Laufe der Wachstumsphase leicht nach unten. Die einzelnen Körner sind von den sogenannten Spelzen umhüllt. Die Spelzen sind mit dem Korn verwachsen und werden nach der Ernte im August/September in einem speziellen Verfahren entspelzt. Die Haferkörner werden in einer sogenannten Schälmühle verarbeitet. Dort wird der Rohhafer zunächst gereinigt und gesiebt und dann die äußere Hülle, die Spelze, abgeschält, da diese für den Menschen nicht verzehrbar ist. Anschließend werden die Haferkerne gedämpft und mit Wärme behandelt, um sie für das Flockieren vorzubereiten. Hafer benötigt gemäßigtes Klima mit reichlich Niederschlag und hoher Luftfeuchtigkeit in der Wachstumsphase, daher wird er in Europa vor allem in den mittleren und nördlichen Ländern angebaut. Das gut entwickelte Wurzelwerk des Hafers nimmt sehr leicht Nährstoffe aus dem Boden auf. Es wächst so tief und ist so weit verzweigt, dass es sogar an jene Nährstoffe gelangt, die von Vorfrüchten zurückgelassen wurden. Weil Hafer auch auf ungünstigen Boden wie gerodetem Waldboden oder entsumpften Böden wächst, wird er auch als Pionier- und als Gesundungspflanze bezeichnet. Hafer ist widerstandsfähig und kann sinnvoll in nachhaltigen Fruchtfolgen eingesetzt werden. Da sich viele Getreideschädlinge in Hafer kaum vermehren können, ist er weitgehend resistent gegenüber sehr vielem Pflanzenkrankheiten. Darüber hinaus sorgt Hafer für eine gewisse Unkrautunterdrückung. Deshalb muss beim Anbei von Hafer wenig Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Zumindest im konventionellem Anbau sind Fungizide meist nicht erforderlich und Insektizide sowie Wachstumsregler nur nach Bedarf eingesetzt werden müssen. Wir empfehlen Ihnen dennoch für Ihre Ernährung Produkte aus Bio-Anbau zu verwenden um die Schadstoffbelastung möglichst gering zu lassen. Heute hat der Haferanbau in Deutschland gegenüber den anderen Getreidearten eine kleinere Bedeutung. Hafer wird in den Mittelgebirgen, im Alpenvorland und in den Küstenregionen angebaut

Nutzung von Hafer

Hafer ist als Nahrungsmittel vor allem in Form von zarten und kernigen Flocken bekannt. Darüber hinaus gibt es eine breite Produktpalette mit Hafergrütze und -mehl, Haferkleie in verschiedenen Darreichungsformen, löslichen Flocken und Cerealien. Ein innovatives Produkt ist der Haferdrink als Ersatz für Kuhmilch. Ernährungsphysiologisch ist Hafer die hochwertigste Getreideart, die in Mitteleuropa angebaut wird. Wenn die Körner entspelzt und nicht geschält werden, bleiben die Vitamine der äußeren Kornschicht erhalten. Die Körner des Hafers, sind wegen des geringen Kleberanteils zur Herstellung von Brot kaum geeignet. Nach dem Entspelzen, Schälen und Darren,m die eine spezielle Art der Trocknung ist, werden die Körner gewalzt und als Haferflocken genutzt. Wir empfehlen Ihnen einen Flocker (LINK) zu nutzen, um alles wertfolle aus dem Korn für Ihre Gesundheit zu nutzten. Sobald die Kornschale verletzt oder angebrochen ist, beginnt der Oxidationsprozeß und der Wert der enthaltenen Öle und Vitalstoffe vermindert sich. Leider kann man diesen Oxidationsvorgang wie bei geriebenen Äpfeln oder geöffneten Bananen nicht sehen, denn diese werden an der Luft sichtbar unansehnlich braun. Haferflocken können roh oder gekocht verzehrt werden und sind leicht verdaulich. Aus den Körnern lässt sich Hafergrütze und Hafermehl herstellen. In der Schon- und Diätkost werden mit Hafer verschiedene Beschwerden behandelt. Der überwiegende Anteil der Haferproduktion wird jedoch an Pferde, Rinder oder Geflügel verfüttert. Hafer hat einen hohen Rohfaseranteil, was die Körner für die Verfütterung an Schweine ungeeignet macht.

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